00:00:01: Herzlich Willkommen zu Schalz-Leb, dem Baby- und Kleinkind-Schlaf-Podcast.
00:00:05: Mein Name ist Katharina Schmidt, ich bin Schlafberaterin und Selbstmutter von drei Kindern.
00:00:10: und ja, ich war schon oft müde und verzweifelt.
00:00:14: Deshalb ist es meine Mission, euch das Thema Schlaf näher zu bringen, damit ihr so viel Grundwissen wie möglich erhalten könnt, denn wissen es macht.
00:00:21: Und je mehr ihr wisst, desto entspannter könnt ihr in eurer Elternschaft sein.
00:00:26: Also, macht das euch gemütlich.
00:00:28: Ich freu mich so sehr, dass ihr dabei seid.
00:00:31: Viel Spaß.
00:00:35: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge bei Scheißlieb.
00:00:39: Ich freu mich ganz toll, dass du heute wieder mit dabei bist.
00:00:42: Und heute sprechen wir über ... ja, ein Phänomen.
00:00:47: Ähm, bzw.
00:00:47: auch über eine Tageszeit, die fast jede Familie kennt.
00:00:51: Ich meine, das müsste so sein.
00:00:53: Also, bei uns ist es auf jeden Fall so.
00:00:55: Und die Rückmeldungen auf Instagram waren ... Ja, identisch.
00:01:00: Ich habe ja dazu jetzt kürzlich erst einen Beitrag verfasst und dachte mir einfach, komm, ich mache noch mal eine Folge dazu für alle, die das schlecht nicht gelesen haben und sich auditiv besser abgeholt fühlen.
00:01:12: Es geht um den KIP-Moment, dem Moment, in dem alles kippt, also uns negative umschlägt.
00:01:19: und auch damit einhergehend geht es um eine Tageszeit, die den späten Nachmittag sozusagen Die Tageszeit ist für sehr viele Familien und Eltern sehr anstrengend mit ihren Kleinkindern.
00:01:33: Darüber möchte ich heute mit euch sprechen, warum das so ist, was man da machen kann.
00:01:37: Und wie man da auch einfach das Ganze achtsam begleiten kann.
00:01:41: Also, starten wir noch mal komplett neu rein.
00:01:45: Das kennst du sicherlich auch.
00:01:46: Du hast einen Kleinkind.
00:01:47: Es geht übrigens in dieser Folge eher um Kleinkinder.
00:01:50: Nicht um Babyschlaf.
00:01:51: Ich möchte auch natürlich Kleinkindschlaf gut ... Hier behandeln auch demnächst gerne noch mal Schlaf für ältere Kinder, weil ich möchte einfach das umfassend für euch machen.
00:02:02: Also heute geht das um das Kleinkind noch mal als einen Schub.
00:02:07: Also dein Kleinkind ist eigentlich am Nachmittag ganz gut drauf gewesen.
00:02:10: Vielleicht ist der Tagstoff sogar ausgefallen, vielleicht aber auch nicht.
00:02:14: Vielleicht hast du es gerade vom Kindergarten abgeholt und dann ganz plötzlich schlägt alles um.
00:02:19: Dein Kind wird unruhig, dein Kind weint.
00:02:22: Es schlägt dich, es sagt zu einem, nein.
00:02:25: Du hast das Gefühl, du weißt gar nicht mehr, was los ist.
00:02:27: Und so ein bisschen hast du auch das Gefühl, irgendwie könnte es wahrscheinlich auch müde sein.
00:02:32: Es reibt sich die Augen, hat rote Wangen, rote Ohren.
00:02:35: Es kennen, glaube ich, alle Eltern.
00:02:35: Und meist ist es auch so in der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der Zeit zwischen der.
00:03:05: Und.
00:03:05: wir wollen jetzt auf jeden Fall mal darüber sprechen, was ist eigentlich der sogenannte Kippmoment, warum man dem Kind in dem Moment doch keine Schlaf anbieten könnte, selbst wenn das müde wirkt.
00:03:17: Und wie man mit dem Regulationsreset, also ich habe mir da so drei Schritte überlegt, wie man den Abend im Prinzip wieder retten kann, auch der Situationen kommen kann und ja auch wieder zum Kind vordringen kann, weil das ist ja wirklich echt eine schwierige Lage.
00:03:32: Wie gesagt, ich hab das hier fast nahezu täglich.
00:03:37: Und es verdirbt einem auch so ein bisschen Eltern sein, auch wenn es hart klingt.
00:03:40: Aber es macht so ein bisschen einen Beigeschmack.
00:03:44: Ich bekomme das nicht hin.
00:03:46: Was mache ich falsch?
00:03:47: Habe ich irgendwie mein Kind falsch erzogen?
00:03:50: Habe ich versagt?
00:03:51: Also, die Gefühle haben wir Eltern, wenn gar nichts läuft.
00:03:55: Und das woanders scheinbar nicht so ist.
00:03:58: Manchmal tauscht man sich auch nicht ausreichend mit anderen darüber aus.
00:04:01: Und deswegen soll das jetzt hier mal für euch stattfinden.
00:04:05: Also, ich habe ja gesagt, zwischen sechs und neunzehn Uhr kippt so ein bisschen die Stimmung und ich würde es jetzt mal kritische Stunde nennen.
00:04:14: Oder ein kritisches Zeitfenster.
00:04:17: Es ist quasi so eine Art neurobiologische, wohl in der Rabilitätsphase.
00:04:23: Es ist ein Zeitraum, in dem das Nervensystem von deinem Kind sehr anfällig ist.
00:04:29: für so eine Kippmomente, weil der Tag ist ja auch eigentlich schon fast gelaufen für dein Kind.
00:04:35: Es hat schon relativ hohen Schlafdruck.
00:04:38: Der Schlafdruck steigt ja über den Tag, also die Bereitschaft auch zu schlafen.
00:04:43: Und gegen sechszehn Uhr ist ja schon oft so hoch, dass dein Kind ja ungeduldig ist, ist platt, ist weinschneller, ist... reagiert impulsiver, es braucht eine Nähe, zeigt es vielleicht nicht so richtig, dass es eigentlich deine Nähe braucht, aber es bräuchte deine Nähe.
00:05:01: Und dadurch, dass wir ja auch einen Zirkardian-Rhythmus unterliegen, der dafür sorgt, wann wir schlafen und wann wir nicht schlafen, ist das jetzt in dem Moment quasi so, der Schlafdruck ist schon ein bisschen hoch, aber deinen Zirkardian-Rhythmus befiehlt deinem Gehirn sozusagen noch im Wachmodus zu bleiben.
00:05:16: Das heißt, dein Kind ist so müde, um mit dir noch weiter zu kooperieren.
00:05:22: Es kann einfach nicht mehr, aber es ist gleichzeitig auch zu wach, um sich auszuruhen.
00:05:29: Wir haben da quasi einen biologischen Konflikt im Körper sozusagen.
00:05:33: Und das ist einer der Hauptgründe.
00:05:34: Der zweite Grund ist, dass... Das haben auch schon andere Influencer und andere Psychologinnen und PsychologInnen.
00:05:42: Und sich ja auch schon andere Literatinnen.
00:05:45: Ich hätte auch InfluencerInnen sagen müssen.
00:05:47: Sorry, also es ist manchmal schwer, das zu bedenken.
00:05:49: Also sicherlich wurde das schon mehrfach thematisiert, dass dein Kind über den Tag so eine Art emotionalen Rucksack mit sich trägt und der wird immer voller.
00:05:58: Und irgendwann ist er voll und dann kann dein Kind nicht mehr kooperieren.
00:06:01: Und ... Wenn wir das jetzt mal von der Rucksacktheorie weglänken, ist es trotzdem das gleiche Prinzip, dein Kind nimmt den ganzen Tag Reize auf.
00:06:10: Geräusche, Sprache anderer Menschen, vielleicht auch Konflikte von euch zu Hause mit Geschwistern im Kindergarten mit anderen Kindern.
00:06:19: Vielleicht lernt das was Neues.
00:06:22: So oder so werden den ganzen Tag Eindrücke und Erfahrungen gesammelt und irgendwann am Nachmittag reicht es einfach.
00:06:28: Und das geht, glaube ich, uns Erwachsenen auch so, wenn wir den ganzen Tag im Büro arbeiten.
00:06:32: wenn wir ein Büro zu haben oder auf der Baustelle oder im Einzelhandel.
00:06:39: Es gibt jetzt egal, welches Berufsfeld im Krankenhaus und so weiter.
00:06:42: Irgendwann am Nachmittag merken wir so ein bisschen, da ist die Luft raus und nur wir Erwachsenen regulieren das einfach schon ein bisschen geschickter.
00:06:49: Wir trinken vielleicht ein Kaffee, wir essen was Süßes.
00:06:52: Wir benutzen unser Handy, wir lenken uns ab.
00:06:55: Wir kriegen es irgendwie hin, uns abzufedern, vielleicht auch durch Gespräche mit anderen Menschen.
00:07:01: Das gibt uns noch mal so ein Energieschub.
00:07:02: Dein Kind kann das nicht.
00:07:04: Und es ist einfach komplett überlastet.
00:07:07: Es kann auch nicht mehr wirklich Frust gut tolerieren.
00:07:10: Es kann auch nicht mehr flexibel für dich sein.
00:07:12: Und ja, es wird dir die Lösung nicht anbieten.
00:07:16: Dementsprechend kippt einfach die komplette Stimmung.
00:07:18: Der letzte Grund ist natürlich auch, Kleinkinder sind wirklich sehr anspruchsvolle kleine Persönlichkeiten.
00:07:25: Die sind voller Autonomie.
00:07:27: Früher hat man es ja Trotzphase genannt, aber wir nennen es ja heutzutage Autonomie-Beschreibungen.
00:07:32: Da können wir alles selber entscheiden.
00:07:33: Da können wir alles selber machen, wir sich nicht mehr helfen lassen.
00:07:36: Es will die Richtung vorgeben, es wird bestimmen.
00:07:40: Und ja, das non-stop.
00:07:43: Und ab sechzehn Uhr dann fehlt einfach die Regulation, auch die Innere, um das zu halten.
00:07:49: Also, der Wille steigt die ganze Zeit, aber die Regulation sinkt.
00:07:54: Und das ist dann das, was wir als Eltern als Kampf wahrnehmen.
00:07:58: Eigentlich ist es so eine Art Zusammenbruch, ne?
00:08:01: Also, dein Kind kann einfach nicht mehr anders.
00:08:03: Und wenn er natürlich dein Kind schreit und sich... Ja, das einfach auch sehr, sehr deutlich sich bemerkbar macht in dem Verhalten.
00:08:10: Es ist für uns in erster Linie erst mal nur verwunderlich oder nervig.
00:08:13: Wir können da oft gar nicht so diese ganzen Positile zusammensetzen und das so richtig ordnen.
00:08:18: Es gibt natürlich Eltern, die können das, aber mir gelingt das auch nicht immer.
00:08:22: Und... Was mit uns dann als Eltern passiert ist, ist, dass wir uns extrem hilflos fühlen.
00:08:28: Ich fühle mich auch mal ganz hilflos, wenn so was passiert.
00:08:30: Ich hab es mich wirklich grad auch jeden Tag.
00:08:33: Und ich hab das Gefühl, ich muss alles auffangen.
00:08:37: Vor allem, wenn mein Mann es auf Arbeit, ich bin ganz allein mit den drei Kindern.
00:08:41: Und wenn dann zwei Kinder so eine Kippmomente haben, hab ich das Gefühl, dass mir einfach der Boden unter den Füßen weggezogen wird.
00:08:49: Ich muss die Übergänge organisieren, ich muss Essen anbieten, die Geschwisterstreit schlichten, die Emotionen abfedern.
00:08:57: Ich muss gucken, ob sie müde sind.
00:08:59: Die schlafen, wie gesagt, eh noch nicht.
00:09:00: Wir haben ja gerade drüber gesprochen.
00:09:02: Und dann noch die ganze Zeit nebenher aufräumen, Spiele anbieten.
00:09:05: Also ich bin da auch total befordert.
00:09:08: Ich denke mir manchmal, ich will doch einfach nur in Ruhe mit euch eine schöne Zeit haben.
00:09:11: und nicht dauernd Eskalationen begleiten.
00:09:14: und vor allem weiß ich ja an dem Moment noch, wenn es um sieb, also bei uns geht es übrigens um siebzehn Uhr los, ich weiß ja dann, wir haben jetzt einfach noch sehr sehr viele Stunden miteinander, bis wir abends ins Bett gehen und meine Logik jetzt erwachsen ist, wieso machen wir es uns so schwer, wenn es so schön sein könnte?
00:09:30: Das heißt, mein Gefühl der Hilflosigkeit kann ich natürlich nur für mich selbst begleiten, das können die Kinder ja nicht auffangen.
00:09:39: Und es kann eben auch passieren, dass ich in dem Moment, wo ich so hilflos werde, den KIP-Moment bei meinem Kind verschlimmere, in dem ich halt irgendwann doch anfange zu schimpfen oder zu viel rede oder diskutiere, weil das ist eben eine Bewältigungsstrategie, die habe ich als erwachsene Person mir angeeignet.
00:09:56: Ich rede über Probleme.
00:09:58: Nur, ja, das kindliche Gehirn ist ja schon im Überlebensmodus.
00:10:02: Das heißt, du kannst so viel reden, wie du möchtest, so viel erklären.
00:10:07: ermahnen und so weiter.
00:10:08: Die Sprache, die du da von dir gibst, die wird dein Kind nicht erreichen.
00:10:12: Weil für dein Kind ist das, was du gerade machst, also diese logischen Schlussfolgerung und das Einordnen für dein Kind ist das immer noch umgebungslärm.
00:10:22: Und alles, was du dann forderst, löst noch mehr Stress aus.
00:10:26: Das heißt, je gestresster du bist, desto mehr gestresst ist dein Kind.
00:10:30: Und seien wir mal ganz ehrlich, das sind die Momente, die auch wirklich verführerisch sind, um auch... dem Kind was zu drohen.
00:10:37: Wenn du jetzt nicht hörst, dann, wenn du das jetzt nicht machst, manchmal eskaliert es auch zu Hause, dass Eltern sagen, du setzt dich jetzt dahin und bist still, ich will dich nicht mehr hören, ich kann dich nicht mehr sehen.
00:10:49: Keine Verurteilung hier von meiner Seite.
00:10:51: Man sollte nicht passieren, aber wenn man ganz alleine ist und sich um so viele Kinder kümmert oder um ein Kind, ein Kind macht dann ja auch schon fertig, kann es passieren, dass man die Kontinuung verliert und nicht so handelt, wie man sich das wünscht.
00:11:06: Ja, das ist für uns Eltern nicht angenehm, für dein Kind auf jeden Fall auch nicht, weil wenn Grenzen überschritten werden, muss man sich auf jeden Fall nochmal fragen, wie können wir es besser lösen.
00:11:16: Fakt ist, du als Erwachsener, kannst diesen Zustand nicht bewältigen und dein Kind ist da nur noch mit Überleben beschäftigt.
00:11:23: Und deswegen würde ich euch an dieser Stelle den Regulationsreset empfehlen.
00:11:28: Das ist der richtige Schlüssel, um rauszukommen aus dieser, ich sag mal, Überlebenskampfspirale und Dieser Reset ist so eine Art Kurzintervention.
00:11:39: Es sorgt dafür, dass das Nervensystem deines Kindes wieder zugänglich ist für dich, für dein Kind selbst, für euch als Gemeinschaft.
00:11:47: Und der Schritt eins wäre, dass du alle Reize stoppst.
00:11:52: Also, was heißt das?
00:11:54: Reize stoppen heißt, du reduzierst all das, was gerade um euch herum schwingt vorhanden ist, inklusive ... Dein Verhalten.
00:12:02: Wenn du viel gesprochen hast, geredet hast, geschimpft hast, lass es.
00:12:05: Wenn ihr in einem Raum steht mit gerellem Licht, scheitert das Licht ein bisschen runter, dimmes, wenn du kannst.
00:12:11: Wenn du grad ein Hörspiel laufen hast und dachtest, dein Kind ist voll gut dabei, es ist beschäftigt und voll happy, macht das... Also, ne?
00:12:18: Nimm das raus, macht das Hörspiel aus.
00:12:21: Wenn dein Kind grad noch was gespielt hat und auf einmal dreht es komplett durch, legt das Spiel beiseite, nimm einfach alle Reize weg.
00:12:29: und sei mal komplett präsent für dein Kind jetzt da, damit du ein Anker sein kannst.
00:12:34: Denn der Körper eines Kindes braucht jetzt eine Pause von der Außenwelt, weil wir wollen ja von innen her eine Regulation bewirken.
00:12:43: Und das geht leichter, wenn wir quasi das Umfeld mal kurz leiser machen oder unsichtbarer machen sozusagen.
00:12:50: Schritt zwei wäre, dass du jetzt versuchst dein Kind zu regulieren.
00:12:56: Und da helfen jetzt nicht irgendwie Worte, das habe ich ja schon gesagt, sondern eher so körperliche, rhythmische Signale.
00:13:05: Das heißt, du nimmst dein Kind in den Arm, wenn es das möchte.
00:13:08: Manchmal wollen Kinder auch nur neben einsitzen.
00:13:11: Und du bietest dein Kind an, dass du über den Rücken klopfst oder rhythmisch streichst.
00:13:16: Also, mein Kind mag es, wenn ich über den Rücken so langsam und zart klopfe mit den Finger kuppe.
00:13:22: Ich sage immer, komm, wir klopfen den Stress ab, es klappt bei uns sehr gut.
00:13:26: Ein anderes Kind mag es, wenn ich den Rücken streichle, also so hoch und runter fahre mit meinen Fingerspitzen.
00:13:33: Und was wir dann auch immer machen, ist, dass wir tief atmen.
00:13:36: Und du darfst es anleiten, du musst es aber auch gar nicht erzwegen, du kannst einfach voratmen und dein Kind atmet mit.
00:13:43: Und dann nehmt ihr euch einfach mal ganz tief Zeit und du atmst selber auch mal ruhiger, weil ja, oft ist es ja so, dass man selbst schon ganz kurz atmig ist durch den Stress.
00:13:52: Und es hilft einfach, für einen selber auch mal eine bewusste Pause zu machen.
00:13:57: Und so richtig so, ich kann jetzt nicht gut atmen, weil ich noch so erkältet bin.
00:14:01: Deswegen würde das jetzt hier nicht klingen, aber so richtig einatmen und länger ausatmen.
00:14:07: Und dein Kind würde dich emittieren.
00:14:09: Vielleicht denkt dein Kind sich anfangs, was machst du denn dafür?
00:14:11: Dann quatsch, aber warten wir ab.
00:14:14: Es wird auf jeden Fall sich darauf einlassen.
00:14:16: Und was du auch auf jeden Fall machen darfst, das Blickkontakt anbieten, aber vorderes bitte nicht ein.
00:14:23: Die Stimme sollte ganz entspannt sein von dir, nicht mehr laut, nicht mehr fordernd.
00:14:28: Was auch gut klappt, das habe ich auch geschrieben, mein Beitrag eine Höhle bauen.
00:14:33: Kinder lieben ja Höhlen bauen und in so einer Höhle kann man sich super gut zurückziehen.
00:14:39: Ich kann mir vorstellen, dass es für viele Kinder ein Gamechanger ist, wenn man sagt, kommen wir bauen eine gemütliche Höhle, legen uns rein.
00:14:45: Manche Kinder lieben es auch im Buch zu lesen.
00:14:48: ganz entspannen, ganz ruhig oder vielleicht auch nur ein Buch anzugucken, Bilder anzuschauen.
00:14:52: Einfach mal ganz kurz die Situation, die euch eben gestresst hat, verlassen, anfangen zu atmen, das Nervensystem von allen zu beruhigen und sich mal rauszuholen aus dem Ganzen.
00:15:06: Es kann eine Weile dauern, es wird mindestens zehn Minuten dauern, das ist meine Vermutung, bei uns dauert es ungefähr zehn Minuten.
00:15:14: Aber ich merke oft immer, Also wenn man, du merkst im dritten und letzten Schritt, also da musst du das umschalten, dann auch wahrnehmen.
00:15:21: Es bringt jetzt nichts, wenn du dein Kind eine Stunde gefangen hältst in diesem Atmen und in diesem Höhlen, in der Höhle sitzen, das soll nicht so sein.
00:15:28: Du solltest dann auch erkennen, wenn du es geschafft hast.
00:15:31: Das merkst du daran, dass der Körper von deinem Kind nicht mehr so angespannt ist.
00:15:36: Die Atmung wird definitiv ruhiger, das hörst du auch.
00:15:38: Und dein Kind sucht auch wieder Kontakt, dass wir in deinen Armen genommen wären, das würde dich nicht mehr bekämpfen.
00:15:45: dein Kind wird selbst wieder leiser, vielleicht komplett ruhig werden.
00:15:49: Und jetzt merkst du, das Nervensystem ist zur Ruhe gekommen, jetzt könntest du wieder das Programm ändern und Dinge anbieten.
00:15:56: Und was uns immer gut tut ist, was essen, so komisch es auch klingt, meistens haben sie dann auch Hunger.
00:16:04: weil sie dann einfach selber wieder ihre Bedürfnisse wahrnehmen.
00:16:07: Dann kann man ein bisschen Obst anbieten, wenn man noch mag.
00:16:11: Oder man kann versuchen, jetzt noch mal ein anderes Spiel anzuleiten oder alle anderen Dinge machen, die eben keinen Platz hatten, weil der Kippenmoment so stark war, dass nichts mehr zugelassen werden konnte.
00:16:23: Meine Kinder mögen es dann auch mit mir zu malen.
00:16:27: Wir haben ja dieses Mal nach Zahlen jetzt für uns entdeckt.
00:16:31: Ich kann es nicht anbieten, wenn alle total wild sind und drüber sind.
00:16:34: Also es geht einfach viel besser, wenn alle sich kurz beruhigt haben, sich geerdet haben und dann machen wir das und dann kriegt man damit auch wieder ein bisschen Zeit rum.
00:16:42: Du könntest theoretisch gesehen, wenn es zu euch passt, zu eurem Kontext passt, könnte man ja den Kindern auch nochmal anbieten, kurz spazieren zu gehen.
00:16:49: Es geht natürlich auch.
00:16:50: Da müsst ihr das für euch finden, was euch gut tut.
00:16:54: Aber wichtig ist, dass ihr diesen Reset einmal macht und von vorne starten könnt.
00:17:00: Wenn du das nicht machst und dein Kind nicht aus dem Stressmodus herausholt, dann, denke ich, wird der Abend noch mehr kippen.
00:17:07: Du wirst noch mehr schimpfen, vielleicht irgendwann sogar schreien.
00:17:11: Dein Kind wird bei jeder weiteren Kleinigkeit eskalieren.
00:17:15: Es wird doch wahrscheinlich beim Abendessen sehr unruhig und zapplich sein, auch vielleicht gar nicht für Essen wollen, was dann auch für den Nachtsschlaf insbesondere dann nicht empfehlenswert ist.
00:17:27: Duschen, baden, was auch immer abends fällig wird, könnte auch in der Katastrophe münden.
00:17:32: Vom Einschlafen müssen wir gar nicht erst reden, dein Kind wird wahrscheinlich sehr lange gebrauchen, bis es zur Ruhe kommt.
00:17:37: Und ja, ich habe es ja schon gesagt, der Nachtschlaf wird wahrscheinlich unruhig sein.
00:17:43: Und da kann noch so viel Tagschlaf dann vielleicht sich akkumuliert haben.
00:17:48: Wenn ihr diese Kippmomente nicht behebt, kann es trotzdem Einfluss auf die Nacht nehmen.
00:17:53: Und ein Kind, was einmal im Stressmodus feststeckt und nicht rausgeholt wird tagsüber, wird nicht wirklich auch zur Ruhe kommen.
00:18:00: Und wenn man nicht stabil in eine Abendroutine geht, dann kann man auch nicht stabil in die Nacht kommen.
00:18:06: Das ist wirklich eine große Crux.
00:18:08: Und ich glaube, darüber sind sich viele nicht im Klaren.
00:18:12: Für Kinder ist es wichtig, dass sie ... tagsüber aufgefangen werden, dass sie näher bekommen.
00:18:19: Ja, also dieser Liebesakku, der sollte wirklich gut gefüllt sein.
00:18:22: Übergänge sollten nicht kompletten Stress bedeuten.
00:18:26: Und vor allem, das ist wirklich auch ganz wichtig, Essen hält auch Leib und Seele zusammen.
00:18:30: Also Kinder, die tagsüber nicht für essen, das ist auch oft ein Problem beim Schlafen, die werden nachts häufiger wach werden, weil... Die Kinder sind im Wachstum, die müssen essen und wer die Zeit hat, der wird es nachts merken.
00:18:42: Also achte da auf jeden Fall auch mal drauf.
00:18:46: Gutes Abendessen, egal was ihr es, da gebe ich euch nichts vor.
00:18:50: Macht wirklich auch was mit der Schlafbereitschaft.
00:18:53: Hier geht es nicht ums Vollstopfen, sondern einfach darum, dass man gut gesättigt ist, auch natürlich mit Nährstoffen, um nachts auch gut durchhalten zu können.
00:19:02: Gerade... Kleinkinder, das ist sehr individuell, aber Kinder, die nachts noch sehr, sehr viel gestillt werden, was ich immer befürworte.
00:19:11: Es kann natürlich sein, dass die tagsüber nicht viel essen.
00:19:13: Wenn die dann gereizt sind und nicht wirklich gegessen haben, ist es noch mal viel wahrscheinlicher, dass ihr diese Kippmomente kommt, die dann auch noch gepaart mit der Autonomiefase euch noch mal richtig die Nachmittage erschweren.
00:19:27: Also, es ist wirklich sehr multifaktoriell hier, merke ich gerade.
00:19:31: Da könnte ich euch auch noch mal eine Folge machen.
00:19:34: Ja, was sollst du heute aus der Folge für dich mitnehmen?
00:19:37: Ich wollte einfach mal transparent sein und mit euch teilen, dass ich das fast auch nie jeden Tag erlebe.
00:19:43: Dafür kann ich nichts.
00:19:44: Das bedeutet nicht, dass ich meine Kinder schlechter zogen habe, dass ich irgendwie versagt habe, dass ich schlimmere Kinder habe als andere.
00:19:52: Man denkt das manchmal, ich weiß.
00:19:54: Das heißt einfach nur, dass Kinder am späten Nachmittag von der Gefühlslage kippen können.
00:20:01: Weil einfach eher Nervensystem erschöpft ist.
00:20:03: Und wenn wir gute Eltern, also was heißt gute Eltern, aber wenn wir unseren Job einigermaßen gut machen wollen, dann müssen wir nicht noch strenger werden und nicht noch mehr schimpfen, sondern dann müssen wir uns allen eingestehen.
00:20:14: Das ist jetzt einfach viel gewesen.
00:20:16: Wir machen jetzt eine bewusste Pause.
00:20:18: Und je öfter du das machst mit deinem Kind, desto geübter ist dein Kind auch, weil Menschen sind ja Gewohnheitstiere.
00:20:25: und wenn dein Kind weiß, ah, wir machen jetzt wieder so eine Pause, jetzt kann ich mich wieder entspannen.
00:20:30: Das hat uns bisher gut gedient.
00:20:31: Dann wird dein Kind auch öfter das mit dir machen.
00:20:33: Und es gibt auch Kinder, die fordern das auch ein und sagen, Mama, Pause machen oder Mama, Höhle bauen oder gerne noch Papa, wenn der Papa das macht, Papa kuscheln.
00:20:42: Also, mein jüngstes Kind kommt tatsächlich zu mir und sagt, Mama, ich brauch Liebe.
00:20:48: Und klar, wenn ich grad irgendwie in der Küche bin und nebenher was mache, dann denk ich, wow.
00:20:53: Okay, gern, wart kurz, aber mein Kind will dann nicht warten.
00:20:56: Mein Kind will in den Arm genommen werden, will gekraut werden, will abgeholt werden in dieser Situation.
00:21:01: Ich muss dann eben alles fallen lassen.
00:21:04: Frustriert mich das oft, ja, natürlich, aber mich frustriert so ... so ein Eskalationsmoment sicherlich noch viel mehr.
00:21:11: Deswegen, du kannst wirklich sehr, sehr viel damit bewirken, indem du die Reihe zu stoppst, deinem Kind die Regulation ermöglicht und rechtzeitig erkennst, wann du jetzt wieder ... zum Alltag überwechseln kannst.
00:21:25: Du musst das nicht alles einfach nur jeden Tag aushalten.
00:21:29: Wie gesagt, ich bin der Meinung, man kann das schon ein bisschen auch verändern.
00:21:33: Und so ein kleiner Reset kann wirklich wunder bewirken.
00:21:37: Ich hoffe, die Folge hat dir gefallen.
00:21:42: Ich weiß, ich hab das ja schon auf Instagram geteilt, das ganze System oder das ganze Konzept.
00:21:46: Aber ich find's manchmal auch noch mal ganz nett, wenn man's noch mal hört.
00:21:49: Mir würde es auf jeden Fall helfen, um das Gelesene nochmal ... zu verinnerlichen.
00:21:54: Aber da ist ja jeder auch ein anderer Typ für.
00:21:56: Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn du mir mal eine Rückmeldung gibst dazu, ob euch das geholfen hat.
00:22:02: Uns hilft das sehr, sehr gut.
00:22:04: Aber ich freu mich natürlich über euer Feedback.
00:22:06: Ihr könnt mich immer über info at scheißlieb.de erreichen.
00:22:09: Ihr könnt mir aber auch auf Instagram unter scheißlieb.katarina-schmidt folgen.
00:22:13: Immer gerne natürlich folgen.
00:22:15: Ich sag's immer am Ende der Folge, es ist so blöd.
00:22:17: Ich müsste es eigentlich am Anfang der Folge sagen.
00:22:19: Na ja.
00:22:20: Wer bis hierher zugehört hat, natürlich auch den Podcast abonnieren, mir mal auf Instagram folgen, da die Sachen gerne auch einfach durchlesen.
00:22:28: Und wer eine Schlafberatung von euch braucht, weil er gerade nicht weiterkommt, der darf sich sehr gerne über unser Kontaktformular auf scheißlieb.de melden.
00:22:37: Wir beantworten eure Kontaktanfragen wirklich innerhalb von achtundvierzig Stunden.
00:22:42: Das passiert ganz selten, dass ... dass nicht beantwortet wird, also nahezu nie, sollte das mal wirklich der Fall sein, dann meldet euch lieber noch mal bei mir, dann ist irgendwas untergegangen, irgendwas kam nicht an oder so, dann gab es da irgendwas, irgendein technisches Problem, aber ich habe noch nie eine Anfrage nicht beantwortet.
00:23:00: Und dann gebe ich eine Einschätzung oder wir besser gesagt, ob wir euch helfen können, auch eine Empfehlung, welches Paket bei uns am besten passend wäre.
00:23:09: Und dann könnt ihr euch überlegen, ob ihr bei uns eine Beratung bucht, wie gesagt.
00:23:12: Mein Team, also wir sind ja Verena, Jessie und Simone.
00:23:16: Wir freuen uns sehr, sehr, sehr auf jeden, der sich für eine Beratung entscheidet.
00:23:21: Wirklich alle sind ganz, ganz toll in meinem Team.
00:23:23: Ich habe alle unfassbar durch gern.
00:23:25: Wir sind auch befreundet miteinander.
00:23:26: Das ist immer total schön, dass man nicht nur einfach zusammen arbeitet, sondern auch wirklich sich super gut versteht.
00:23:32: Ich bin da sehr dankbar für.
00:23:34: Und ... Ja, das ist wirklich für mich sehr bereichernd, nicht nur den Job zu machen, sondern auch noch mit Leuten zusammenzuarbeiten, die wie ich am gleichen Strang ziehen und das Herz im rechten Fleck haben.
00:23:44: muss ich wirklich an der Stelle nochmal an mein Team raushauen hier.
00:23:49: Und ja, das soll es für diese Woche gewesen sein.
00:23:53: Ich hoffe, wir hören uns in der nächsten Folge wieder.
00:23:56: Ich hoffe, es geht euch allen gut.
00:23:57: Ich hoffe, ihr seid gesund und fit.
00:23:59: Nicht so wie ich.
00:24:00: Von einem Husten zum nächsten Stolpern.
00:24:01: Ich bin froh, dass ich die Folge geschafft habe, ohne groß zu schniefen und zu husten.
00:24:06: Aber ich glaube, gleich kommt alles durch.
00:24:08: Ich wünsche euch eine richtig gute Zeit.
00:24:11: Schlafgut, auch wenn es nicht immer leicht ist, nimmt jede Minute mit, die ihr kriegen könnt.
00:24:15: Ich weiß, wie Schlafmange ist.
00:24:16: Ich war jahrelang in der Schleife drin.
00:24:18: Ich bin auch jetzt immer wieder mal in Schlafmange Phasen drin, wenn Kinder krank sind.
00:24:24: Ich werde regelmäßig dran erinnert, wie hart das ist.
00:24:26: Und ich ziehe meinen Hut vor allen Eltern, die das durchhalten, ohne Schlaftraining zu machen.
00:24:31: Schlaftraining ist wirklich was ganz, ganz furchtbares für Kinder mit ganz fatalen Folgen.
00:24:36: Und meine letzte Bitte an der Stelle noch, welch kannst du mir mal bei Google fünf Sterne geben?
00:24:41: Du findest in den Show notes ganz unten die Verlinkung zu meinem Google Profil.
00:24:46: Ich würde mich total freuen, wenn du mir da fünf Sterne geben kannst.
00:24:49: Es gibt mir die Chance von anderen.
00:24:51: interessierten Eltern gefunden zu werden, die keine Schlaftraining machen wollen, weil ich werde dann vermehrt Eltern ausgespielt, wenn die zum Beispiel eingeben bei Google Baby schläft nicht, dann kommt, wenn ich Glück habe, Schalzlieb irgendwie in den ersten Einträgen, wenn die raufklicken, dann wissen die schon, dass Schlaftraining nicht sein muss.
00:25:09: Da würde ich mich total freuen und jetzt verabschiede ich mich aber von euch hoffentlich dann Wenn jetzt nichts Großes dazwischenkommt mit irgendwelchen krassen Krankheiten, hören wir es auch in einer Woche wieder.
00:25:20: Ich wünsche euch eine schöne Adventszeit.
00:25:22: natürlich, wollte ich auch noch sagen.
00:25:24: Und toll, dass ihr wieder mit dabei wart.
00:25:26: Bis zum nächsten Mal.
00:25:27: Tschüss.